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Neu im Musikprogramm

Manische Mainstream Monokultur

Autor(en): Julian Mühlfellner am Donnerstag, 14. September 2017
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Quelle: M94.5

Neu im Musikprogramm

Politischer Protest von Deerhoof, Post-Punk von Pere Ubu und Persönliches von St. Vincent sind ab dieser Woche in unserem Musikprogramm zu hören.

Deerhoof - Ay That's Me     [ Joyful Noise]

Als Donald Trump die Präsidentschaftswahl für sich entschied, kam etlichen Musikliebhabern wohl ein tröstender Gedanke: "Wenigstens kommt jetzt wieder ordentliche amerikanische Protestmusik auf uns zu!" So zum Beispiel auf dem neuen Album "Mountain Moves" von Deerhoof. Seit 1994 gibt es Deerhoof schon. In dieser Zeit haben sie eine lange musikalische Reise zurückgelegt, von Noise Pop über Rock bis zu ihrem heutigen Indie-Sound. Der Song "Ay That's Me" trägt diese musikalischen Einflüsse offen zur Schau, schafft es aber dennoch, leicht und jazzig zu klingen. Gleichzeitig behandelt der Song aber die Auswirkungen der amerikanischen Präsidentschaftswahl. In Deerhoofs Worten wendet sich das Album gegen die "manische Mainstream Monokultur, die versessen darauf ist, die Menschheit in die Vernichtung zu treiben."

Pere Ubu - Prison of the Senses     [Cherry Red Records]

Die Band Pere Ubu gibt es schon seit 1975, also noch einmal beträchtlich länger als Deerhoof. Die Herren aus Ohio gelten aber immer noch als "Underground Rock'', da sie seit ihrer Gründung kaum kommerziellen Erfolg hatten. Das liegt unter anderem wohl an ihren avantgardistischen Einschlägen, denn Pere Ubu sind bekannt für ihre abgespaceten Soundeffekte und den schrägen Gesangsstil von Sänger David Thomas. Erwerblich ist "Prison of the Senses" noch nicht, ihr müsst also fleißig M94.5 hören, um in den Genuss des Songs zu kommen. Alternativ könnt ihr schon die Single "Monkey Bizzness" hören, die neben "Prison of the Senses" ebenfalls in der Trackliste des kommenden Albums "20 Years in a Montana Missile Silo" enthalten sein wird. Das Album wird am 29. September veröffentlicht.

St. Vincent - Los Ageless     [Concord Records]

Vor dem Beginn ihrer Solokarriere war Annie Clark (aka St. Vincent) Teil der Tourband von Sänger Sufjan Stevens. Jetzt macht sie Elektropop und ist vielleicht kurz davor, die Popularität der Musik ihres ehemaligen Arbeitgebers noch zu übertreffen. Denn die Sängerin hat für ihr neues Album "MASSEDUCTION" den Musikproduzenten Jack Antonoff engagiert, der unter anderem schon Hitalben für die Pop-Giganten Taylor Swift, Sia und Lorde produziert hat. Auch die Themen des Albums klingen vielversprechend: es soll um Beziehungen, Sex, Macht und den Tod gehen. Das Album erscheint am Freitag, den 13. Oktober. "Los Ageless," die zweite Vorabsingle des Albums, gibt es jetzt bei M94.5 zu hören.

Alle Neuheiten im Überblick:

Alex Cameron - Country Figs     [ [Secretly Canadian]

Alex Cameron - Politics of Love     [ Secretly Canadian]

Alvvays - Hey     [ Polyvinyl Record Co. under exclusive license to Transgressive Records Ltd. / [PIAS]]

Alvvays - Saved by a Waif     [ Polyvinyl Record Co. under exclusive license to Transgressive Records Ltd. / [PIAS]]

Deerhoof - Ay That's Me     [Joyful Noise]

Kakkmaddafakka - Neighborhood     [Bergen Mafia]

Pere Ubu - Prison of the Senses     [Cherry Red Records]

Pere Ubu - Red Eye Blues     [Cherry Red Records]

Romano - Ufo Joe     [ Vertigo Berlin / Universal]

Sarah Klang - Left Me On Fire     [ferryhouse productions]

Small Circle - Futile     [Flower Girl Records]

Sparks - Unaware     [BMG Rights]

St. Vincent - MASSEDUCTION     [Concord Records]

Superfood - Need a Little Spider     [Caroline]

Superfood - Raindance     [Caroline]

The National - Day I Die     [4AD]

The National - Turtleneck     [4AD]

Velvet Volume - Look Look Look!     [ Mermaid Records]

 

 

 

Warhaus - Mad World     [PIAS Recordings]

Platte des Monats

Keine Aussicht auf ein Happy End. Auf ihrem zweiten Album setzt sich die 22-jährige Songwriterin aus Memphis offen und direkt mit ihren Depressionen auseinander. Das Ergebnis ist eine nahezu trostlose, aber unheimlich stimmungsvolle Platte, der man sich als Hörer kaum entziehen kann.

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