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Magic Moshroom: PVRIS im Interview

Magisch & düster

Quelle: M94.5 / Marina Hirschbichler

Pvris backstage in der Theaterfabrik 2017

Düsterer Electronic-Pop-Rock aus den USA: PVRIS über ihr neues Album, paranormale Gruselerlebnisse und Friedhofsbesuche. 

Wenn PVRIS nach München kommen, verleihen sie unserer Stadt geradezu eine magische Atmosphäre - und das nicht nur aufgrund ihrer szenischen und düsteren Musik. Die amerikanische Band ist nämlich ein Überflieger der Extraklasse. Herausgekommen sind sie mit ihrem Debütalbum White Noise von 2014 aus der Alternative- und Emo-Rock-Szene der USA und das, obwohl sie mit ihren Synthie-Klängen fast schon in die Kategorie Pop einzuordnen wären. Die düstere Electro-Pop-Rock-Mischung in Verbindung mit den tiefgründigen Lyrics sind aber genau das Besondere mit dem PVRIS die Musikwelt in ihren Bann ziehen.

Düster geht's weiter: Heaven and Hell

Auch auf ihrer zweiten Platte All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell (kurz und auf Social Media: #AWKOHAWNOH), die am 25. August 2017 veröffentlicht wurde, enttäuschen sie nicht, sondern überzeugen umso mehr. Es wurde noch düsterer, tiefgründiger und ehrlicher. Das lag unter anderem auch daran, dass die Sängerin und Allround-Musikerin Lynn Gunn besonders im Rahmen dieses zweiten Albums noch tiefere Einblicke in ihre Gedanken gewährte und noch offener über ihre verletzliche und depressive Seite gesprochen hat.

PVRIS im Talk

Die Band aus Massachussettes bringt ihre düsteren Lyrics und Klänge geradezu auf magische Art und Weise auf Platte, aber ebenso live auf die Bühne der Theaterfabrik. Am 2. November 2017 haben sie München erneut einen Besuch abgestattet. Bevor es allerdings für PVRIS auf die Bühne ging, haben Lynn Gunn (Vocal, Gitarre, Keyboard), Alex Babinski (Gitarre, Keyboard) und Brian McDonald (Bass, Keyboard) mit dem M94.5 Magic Moshroom über ihr neues Album, paranormale Erlebnisse und Friedhofspaziergänge gesprochen.

Das komplette Interview mit PVRIS findet ihr zum Anhören auf Englisch in der M94.5-Mediathek oder zu Beginn dieses Online-Artikels. Hier ein übersetzer Auszug daraus:

Mit Geistern kommunizieren

Ihr habt euer zweites Album All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell an einem Ort aufgenommen, wo es gespukt hat. Es ist ja bekannt, dass ihr Gruselfans seit, aber was hat es mit diesen paranormalen Ereignissen auf sich? Was ist passiert?

[01:56]
Lynn: Ich habe eigentlich nicht zu viel darüber nachgedacht. Was es auch war, es war nichts Böses. Man nennt es Spots und man hört Schritte.

Alex: Ich kann mich nicht mehr erinnern, was früher unter dieser Kirche, wo wir aufgenommen haben, war... bestimmt irgendein Friedhof oder so, aber es hat uns auf jeden Fall erschrocken. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich gespukt hat oder ob es alles nur in unseren Köpfen war, aber es war wirklich gruselig!

Lynn: Da ist auf jeden Fall etwas Paranormales abgegangen! 

Alex: Zumindest habe ich einige Male diese Schritte gehört und das hat mir wirklich Angst eingejagt, und noch dazu mit den Lichtern und Dingen, die sich bewegt haben...

Lynn: Unser Tontechniker hat im Keller etwas aufgebaut und er hatte etwas gehört. Er dachte wir wären es gewesen, aber keiner war da. Dann meinte er, wir sollten versuchen es zu fangen oder zumindest irgendwie damit zu experimentieren. Also haben wir etwas mit Tischtennisbällen aufgebaut und dieser Spirit hat die dann tatsächlich bewegt. Als wir eine Stunde später wieder gekommen sind, waren die Bälle nämlich in komplett unterschiedlichen Ecken. 

Hatten diese paranormalen Ereignisse auch Einfluss auf das Album?

[03:02]
Lynn: Nein, die haben das Album nicht wirklich beeinflusst. 

„Europa ist inspirierend!"

Ist sonst auf der Tour etwas gruseliges passiert, um Halloween herum zum Beispiel? Laut eurer Instagram Story geht ihr ja auch gern mal einfach so zwischendurch auf Friedhöfe...

[03:15]
Lynn: Ja! Als wir in London waren sind wir zum Highgate Cemetery gegangen. Das war krass! Alles war schon zugewachsen und das hat dem Ganzen schon etwas Besonderes verliehen. Es war zwar nicht gruselig, aber es hat uns trotzdem ein verrücktes Gefühl verliehen.

[03:47]
Lynn: Wir werden für unsere Musik sehr stark von visuellen Eindrücken beeinflusst. Und das ganz besonders in Europa! 

[03:59]
Alex: Ja, ich glaube das hat auch mit der Geschichte zu tun. Alles hier ist so viel älter als in den USA.

Brian: Auch einfach nur hier zu sein, bringt so viel und das ist der beste Teil. 

 

Das aktuelle und zweite Album All We Know Of Heaven, All We Know Of Hell von PVRIS ist seit dem 25. August 2017 erhältlich. 

 

Platte des Monats

Keine Aussicht auf ein Happy End. Auf ihrem zweiten Album setzt sich die 22-jährige Songwriterin aus Memphis offen und direkt mit ihren Depressionen auseinander. Das Ergebnis ist eine nahezu trostlose, aber unheimlich stimmungsvolle Platte, der man sich als Hörer kaum entziehen kann.

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