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Drangsal im Porträt

"H.P. Baxxter riecht nach Vaterfigur."

Quelle: M94.5/ Johannes Vogl

Max Gruber aka Drangsal

Drangsal ist einer DER Newcomer des Jahres 2016. Genau deshalb spielt er auch für euch auf unserem 20. Sendergeburtstag!

Entspannt sitzt er auf unserem Sofa und erzählt von seiner Musik, Wrestling, der Daseinsberechtigung von Wanda und noch vielem mehr. Max Gruber, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Drangsal, ist mit seinen 22 Jahren in der deutschen Musikszene schon bekannt wie ein bunter Hund. Dabei macht er Musik, die besonders unseren Eltern schon bekannt vorkommen sollte. Irgendwas zwischen New Wave, Post-Punk und Indie, mit einer gewaltigen Portion Sound aus den 80ern, die an Bands wie Depeche Mode erinnert. Die Chance für uns, die Ära der Vokuhilas, Neon Leggings und des Synthie Pop durch seine Musik stilvoll hochleben zu lassen.

“Ich mag die großen Emotionen und das Überkandidelte.”

Aber zurück zum Anfang. Der fünfjährige Max sitzt vor dem Fernseher und schaut auf MTV (er kommt aus einer Ära, in der es auf diesem Sender auch noch Musik gab) ein Konzert von Marilyn Manson. Damals hat er noch eine ähnlich verrückte Rock-Karriere angestrebt. Danach hörte er allerdings den Song "Stop Me If You’ve Herad This One Before" von den Smiths und es war um ihn geschehen. Im Interview sagt er, er hat die Musik der 80er von den Einstürzenden Neubauten bis hin zu Klaus Lage mit einem Trichter in sich gekippt, bis er fast geplatzt wäre. Auf seinem Debütalbum Harieschaim passiert das tatsächlich - all diese Einflüsse und noch einige mehr platzen aus ihm heraus. Die Platte klingt dabei frisch und zeitlos, erinnert uns aber gleichzeitig an den Sound aus vergangenen Zeiten.

“Ich teil gerne aus, muss aber auch mal auf die Fresse kriegen.”

Max Gruber ist eine offene und ehrliche Person. Auf die Frage was er davon hält, dass manche Leute seinen schnellen Aufstieg als Fake bezeichnen, antwortet er leicht aufgebracht: "Ich war vor drei Jahren schon mit Markus Ganter in diesem Keller gesessen und hab an diesem verfickten Song gearbeitet." Ganter, bekannt als Produzent von Tocotronic, Sizarr oder Casper, war der große Wunsch, den Gruber bei der Produktion seines Debütalbums hatte. Ganter hat sich des Herxheimers dann auch angenommen und schon lange vor seinem Label-Deal mit ihm gearbeitet. Ob sein Erfolg tatsächlich so penibel geplant war, wie ihm manche Kritiker vorwerfen, ist letztendlich egal, denn es ist dieses nahezu perfekte Album, das klar macht, wie sehr Drangsal die Musik liebt.

"Keiner fragt mich, was ich gut finde."

AnnenMayKantereit findet er, sagen wir, bescheiden. Auch von Lena Meyer-Landrut ist er nicht begeistert. Er findet sie eigentlich ganz hübsch, aber "Gott hat ihr einfach bei der Geburt ins Gehirn geschissen." Gegen Isolation Berlin hat er aber eigentlich nicht wirklich was. Seine angebliche Abneigung gegen die Band wird ihm aber immer wieder nachgesagt. Aber warum fragt man ihn eigentlich nie, was er gut findet? Drangsal mag H.P. Baxxter, der riecht für ihn nach Vaterfigur. Den Fotografen Jim Rakete findet er auch super. Selbst die österreichische Band Wanda kommt bei ihm ganz gut weg, immerhin haben sie sich ihren Erfolg selbst verdient.

Max Gruber hat sein kleines Idol H.P. Baxxter mittlerweile getroffen. Wenn ihr Drangsal auch kennenlernen und auf der Bühne erleben wollt, dann solltet ihr euch den 20. M94.5 Sendergeburtstag am 15. Juli auf keinen Fall entgehen lassen! 

 

WICKED

Ein von Max Gruber (@drangsal) gepostetes Foto am

 

M94.5 Sendergeburtstag - Live in den Kammerspielen
 
Freitag, 15. Juli 2016
 
Einlass: 20:00 Uhr
 
Beginn: 20.45 Uhr
 
Tickets: VVK 25€
 
Präsentiert von M94.5
Platte des Monats

Hinter unserer Platte der Monate Dezember und Januar steckt eigentlich nur eine Person mit wuscheligen Haaren und Nerdbrille. Nämlich der 22-jährige Jack Hubbel aus Philadelphia. The Hobbyist ist bereits sein neuntes Album mit experimentellem Sound zwischen psychedelischem Pop und Postpunk. Oder wie er selbst sagt: Bedroom Pop.

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Escape The Fate
 
Donnerstag, 15. Februar 2018
 
MIttwoch, 21. Februar 2018

 

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