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Frontmann Justin Sane erklärt seine Sicht der Dinge im Interview

Anti-Flag im Videointerview

Autor(en): Anna Madlindl am Donnerstag, 26. September 2013
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Quelle: © Carlos Andrés Restrepo Vergara(Carlos Andrés Restrepo)

Sie stehen für Punkrock - und das ihr Leben lang. So kommt es einem zumindest vor. Anti-Flag blicken bereits auf 20 Jahre Bandgeschichte zurück.

Anti-Flag, eine amerikanische Band, die für klassischen Punkrock und Hardcore steht. Zu ihrem 20-jährigem Bestehen veranstalteten sie 2013 gleich ein komplettes Festival, das ANTIfest. Ein guter Zeitpunkt, um mehr über die Band, ihre Musik und politischen Einstellungen zu erfahren. Sänger und Gitarrist Justin Sane im Interview über Punkrock, Kapitalismus und Gier.

 

Was denkst du über die momentane Entwicklung des Punk? Geht es wieder mehr Richtung Punk oder eher weniger?

Naja, das ist interessant, weil Punkrock doch immer seine dauerhafte Fanbase und Berechtigung hat. Das hat er immer. Und ich hab Punkrock im Mainstream größer werden sehen und dann wieder kleiner. Dann wieder größer und wieder kleiner. Aber letztendlich gibt es diesen wirklich grundsoliden Grundstock an Leuten, für die Punkrock mehr ist als nur Musik oder ein T-Shirt oder ein Haarschnitt. Es ist eine tatsächliche Lebenseinstellung. Und dazu gehört einfach so viel mehr als nur das Aussehen oder der Musikstil.

In der Vergangenheit gab es viele Bewegungen von Leuten, die verschiedene Sachen in der Welt verändern wollten. Es gab Revolutionen. Aber im Moment, es ist immer noch nicht perfekt. Warum fällt es uns so schwer, Dinge wie Reichtum und Status in unserer Gesellschaft neu festzulegen?

Ich glaube, einer der stärksten Gründe dafür ist Gier. Es gibt einfach so viele gierige Leute. Und ich denke, es ist unsere Aufgabe als Künstler und Aktivist diese Leute im Zaum zu halten. Und die Realität ist doch so, um eine perfekte Gesellschaft, eine perfekte Welt zu gestalten - ich mein, man braucht nur in die Vergangenheit zu schauen -  es ist nur sehr, sehr schwer zu erreichen. Aber es gibt auch Beispiele dafür, wo Leute respektvoll und freundlich miteinander umgehen und versuchen, sich gegenseitig zu helfen. Und auch in einer perfekten Welt, das ist immer eine Vorstellung, ein Ziel, auf das wir hinarbeiten sollten. Denn in der Realität ist es doch so: wenn du den Tag von einem anderen auch nur ein bisschen besser machst, gibt das diese andere Person  in den meisten Fällen auch wieder an jemand anderen weiter.

Das komplette interview gibt's hier!

Weitere Interviews von unserer Autorin Mara Musat findet ihr auf dem Youtube Channel MARA backstage.

 

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