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Leipziger Buchmesse

Rechte Verlage im Aufschwung

Quelle: ©Shutterstock/Nadiia Gerbish

Die Leipziger Buchmesse startet morgen

Die AfD ist nun offiziell stärkste Oppositionskraft. Mit ihrem Aufstieg haben auch rechte Verlage mehr Zulauf. Wie geht die Leipziger Buchmesse mit ihnen um?

Morgen startet die Leipziger Buchmesse. Mit fast 2500 Ausstellern aus aller Welt, ist die Messe beliebt wie nie zuvor. Doch unter den zahlreichen Angeboten, sind auch rechte Verlage vertreten. Ein Problem ist das für den Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin
Buhl-Wagner nicht. "Wenn ein Verlag nicht gegen das Grundgesetz verstößt, kann ihm die Teilnahme auf der Buchmesse nicht verwehrt werden", sagte er heute im Vorfeld der Messe. Die Leipziger Buchmesse wolle bunt und tolerant sein. Diese Vielfalt schließe auch rechte Verlage ein.

Rassismus, Hetze und Gewalt

Man müsse auch schmerzhafte Diskussionen zulassen, auch wenn diese nur Provokationen seien. Bei Rassismus, Hetze und Gewalt gebe es aber kein Pardon. "Wir stellen uns aber gegen jede Form von Rassismus und Hetze", betonte Buhl-Wagner. Aktionen der Gewalt oder Hetze würden sofort angezeigt. "Ich halte unsere Besucher für mündige Bürger", betonte der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille. Für ihn sei wichtig, dass man sich nicht von politischen Gruppierungen und Forderungen vereinnahmen lasse. "Ich wünsche mir, dass das gesamte Programm beachtet wird und nicht nur einige laute Beiträge gehört werden.» Im vergangenen Herbst war es auf der Frankfurter Buchmesse zu Tumulten an den Ständen der rechten Verlage gekommen. Daraufhin hatte die Leipziger Buchmesse ihr Sicherheitskonzept überarbeitet. Einzelheiten zu den Maßnahmen wollte Zille nicht nennen. Auch die genaue Anzahl der rechten Verlage nannte er nicht.

Meinungsbildungsprozess

Mehrere Initiativen wollten am Mittwochabend vor der offiziellen Messe-Eröffnung gegen den Auftritt rechter Verlage demonstrieren. Insbesondere die Initiative "#verlagegegenrechts" plant Protestaktionen - auch auf der Messe. Dahinter stehen mehrere Dutzend unabhängige Verlage sowie rund 100 Einzelpersonen, die einen Aufruf gegen rechte Stimmungsmache auf der Buchmesse unterzeichnet haben.
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