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M94.5 Filmkritik

Just how much I´ve missed you...

Autor(en): Jaya Mirani am Mittwoch, 18. Juli 2018
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Quelle: Universal

Sophie singt in Donnas alter Band

„Mamma Mia - Here we go again“ ist überladen mit Klischees und kompromisslos kitschig - und doch sehr unterhaltsam. Der perfekte Sommerfilm.

Strahlend blauer Himmel und glitzernd türkises Meer: Von Beginn an gibt „Mamma Mia - Here we go again“ dem Zuschauer ein angenehmes Urlaubsgefühl. Der Film ist ein bisschen wie 140 Minuten Kurzurlaub: Unbeschwerte Stimmung, ein bisschen Drama und jede Menge gute Laune.

10 Jahre ist es her, seitdem „Mamma Mia“ uns auf eine kleine griechische Insel irgendwo im Mittelmeer mitgenommen hat. Der Musical-Film hat zwar wirklich keine Fortsetzung gebraucht, aber in „Mamma Mia - Here we go again" haben wir doch eine bekommen - und die ist viel besser als erwartet. Donnas Tochter Sophie hat das Hotel ihrer Mutter renoviert und steht zu Beginn des Filmes kurz vor der Eröffnungsfeier. Natürlich läuft aber nichts wie geplant und die Feier droht durch einen Sturm ins Wasser zu fallen. In Rückblenden erfährt der Zuschauer zudem wie die junge Donna (Lily James) zum ersten Mal auf die Insel kam und ihre drei Verehrer kennen lernte. 

You are the Dancing Queen

Das wichtigste an Mamma Mia sind natürlich die eingängigen Popsongs. Die bekanntesten ABBA Songs wurden im ersten Teil schon verwendet. Der zweite Teil greift zwar wieder auf Klassiker wie "Dancing Queen" und natürlich den titelgebenden Song "Mamma Mia" zurück, wiederholt aber erstaunlich wenig Songs und zeigt unbekanntere Werke der schwedischen Band. Die Performances sind genauso absurd und wundervoll wie im ersten Teil: "Waterloo" in einem Pariser Cafe, mit Baguettes und Napoleon-Kostüm, "I Kissed the teacher" bei Donnas Abschlussrede in Oxford oder "Fernando" gesungen von Cher und Andy Garcia. Ein ABBA-Ohrwurm nach dem Film ist garantiert. 
 
Die Handlung fügt sich in der Fortsetzung allerdings nicht so gut wie im ersten Teil mit der Musik zusammen, In „Mamma Mia - Here we go again“ hat der Zuschauer eher das Gefühl, die Handlung wurde um die Songs herumgestaltet. Die Zeitsprünge geschehen so schnell, dass sie teilweise verwirren. Allerdings findet der Zuschauer unter zehn Lagen kitschig süßem Zuckerguss auch eine bewegende Geschichte über Freundschaft und das Mutter-sein.

Take a chance on me

In die Fußstapfen von Meryl Streep zu treten ist nicht einfach, Lily James meistert ihre Rolle als junge Donna aber mit Bravour. Sie bringt eine ansteckende Energie mit und ist durchgehend symphatisch. Die neue Besetzung ergänzt die zurückkehrenden Stars perfekt. Amanda Seyfried ist ebenfalls wieder als Sophie dabei und bringt ihren Kampf für das Hotel und ihr Angst alleine zu sein feinfühlig auf die Leinwand. Sophies drei Väter, Colin Firth, Pierce Brosnan und Stellan Skarsgard vervollständigen den Cast und sorgen für eine Menge Unterhaltung.
 
Der Film ist nicht unbedingt einfallsreich, aber unterhaltsam und eine gute Ergänzung zum ersten Film. Letztendlich bekommt der Zuschauer genau das, was er erwarten kann: ein seichtes Feel-Good Sommer Musical.
 
"Mamma Mia - Here We Go Again" kommt am 19. Juli 2018 in die deutschen Kinos.
Platte des Monats

Auf den Ehrenplätzen der Rubrik „Wörter, die es nur im Deutschen gibt“ sitzt seit jeher die feucht-fröhliche „Schnapsidee“. Sie beschreibt treffend wie kein anderes Wort das, was entsteht, wenn drei befreundete Musiker*innen auf einer Geburtstagsparty einen über den Durst trinken und dann beschließen eine Band zu gründen. Aus einer solchen Schnapsidee wurde auch das Bandprojekt Phantastic Ferniture um Sängerin Julia Jacklin, das auf seinem gleichnamigen Debüt den Emotionsreichtum der Adoleszenz in leichtfüßig schwankender und wunderbar wärmender Gitarrenmusik feiert.

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M94.5 präsentiert
Sa/So, 08./09. September 2018
M94.5 Bühne @ Ludwigstr.
 
Munich Rocks!
Donnerstag, 18. Oktober 2018
 
Neuhauser Musiknacht
Samstag, 28. Oktober 2018
M94.5 Bühne @ Freiheizhalle

 

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