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RODEO-FESTIVAL 2018

Freie Kunst für München

Autor(en): Scholz, Isabella am Mittwoch, 11. Juli 2018
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Quelle: Ray Demski Photography

Ellis EMPATHY von Ray Demski

Rinder und Lassos gibt es beim RODEO in München nicht, dafür aber den Lachpillenonkel, gejodelte Manifeste und jede Menge Tanz und Theater.

Alle zwei Jahre findet das Festival der Freien Tanz- und Theaterszene in München statt. Vom 11. bis 14. Oktober 2018 gibt es Tanz, Theater und Performance, nationale Gastspiele, Ausstellungen, Lesungen und Diskussionen. Das Rodeo will eine Arbeitsplattform für Künstler sein und gleichzeitig ein Festival für Publikum, das nicht nur zum Zusehen und Feiern da ist. Die Veranstalter wünschen sich einen intensiven Austausch von Besuchern und Künstlern.

Was ist überhaupt die Freie Szene?

Die Freie Tanz- und Theaterszene bietet im Grunde genommen eine Alternative zu den Staats- und Stadttheatern. So, wie freie Journalisten sich in mehreren Projekten und Redaktionen gleichzeitig einbringen, arbeiten auch Künstler der freien Szene an verschiedenen Produktionen. Außerdem geht es darum, Aufführungen zeitgenössisch und ohne künstlerische Vorgaben umsetzen zu können. Das RODEO-Team hat festgestellt, dass über die Geschichte der Freien Szene nur wenig bekannt ist, weil es keine öffentlich verfügbaren Quellen gibt. Drei unterschiedliche, erfahrene Künstler haben ihr Archiv geöffnet und präsentieren ihre Arbeiten auf dem Festival. So helfen sie dabei, ein Stück der Geschichte der Freien Szene aufzuarbeiten.

BLOOM UP!

Zusammen mit dem Goethe-Institut e.V. verteilt das RODEO-Festival Arbeitsstipendien an internationale und genreübergreifende, künstlerische Projekte. Das Format BLOOM UP ermöglicht drei ausgewählten Projekten Raum für ihre Zusammenarbeit, Recherche und Entwicklung. Auf dem Festival bekommt der Zuschauer dann kostenlos einen Einblick in die Arbeitsstände.

Das erste Projekt „Aus dem Maschinenraum: Rilkes Gottessonett“ soll die Grenzen zwischen Betrachter und Kunstschaffenden niederreißen. Die Künstler aus München und Neu-Dehli messen zum Beispiel die Reaktion des menschlichen Gehirns auf Gedichte und produzieren daraus Videosequenzen, Skulpturen, Bilder, Licht- und Lautgedichte.

„New Manliness“ ist eine Kooperation von Künstlern aus München, Berlin und Tokio. Sie wollen eine fiktive Männerbewegung kreieren und ein neues Vorbild mit Identifikationspotential für junge Männer entwickeln.

Ein Austausch der Sound- und Videokunst-Szenen von Tel Aviv und München wird im dritten Projekt realisiert: Dabei sollen ortsspezifische Materialien und gefundene Objekte aus den beiden Städten als Geräusch- und Percussioninstrumente genutzt werden.


Welche Vorstellungen und Projekte euch noch erwarten und wie ihr an Tickets kommt, könnt ihr hier nachlesen.

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