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Filmkomponist Marcel Barsotti

Autor(en): Pablo Bücheler am Mittwoch, 12. Dezember 2012
Quelle: Marcel Barsotti

Nach „Das Wunder von Bern“ und „Die Päpstin“ hat der Münchner jetzt auch die Filmmusik für die Komödie „Jesus liebt mich“ gemacht.

Marcel Barsotti ist seit Jahren erfolgreicher Filmkomponist. Nicht nur für Fernsehfilme wie „Der Seewolf“ oder „Der Bibelcode“ hat er den Soundtrack gemacht. Auch die Filmmusik von großen Kinofilmen wie „Das Wunder von Bern“, „Deutschland - Ein Sommermärchen“, „Wo ist Fred?“ oder „Die Päpstin“ stammt von ihm. Jetzt hat er den neuen Kinofilm von Florian David Fitz vertont: „Jesus liebt mich“.
Eine Stunde lang hat sich Marcel Barsotti im Schwabylon allen unseren Fragen gestellt. Die Stimmung ist locker und es wird viel gelacht. Nur welches Auto er fährt, das behält er lieber für sich.

Filmmusik, Werbespots und klassische Konzerte – sonst wird’s langweilig

Seine Leidenschaft für Musik hat der Schweizer schon im Alter von drei Jahren entdeckt. In seiner Jugend spielte er in verschiedenen Jazz-Bands und schon früh war klar, dass er Musik studieren will. Er lernte unter anderem beim amerikanischen Dirigenten George Byrd, beim deutschen Komponisten Harold Faltermeyer und am Richard-Strauss-Konservatorium in München.
Nur Filmmusik machen wäre ihm aber auf Dauer zu einseitig. Deshalb freut er sich über Abwechslung und vertont auch Werbespots und veranstaltet klassische Konzerte, bei denen seine Filmmusik aufgeführt wird. Außerdem hat er mittlerweile schon vier Versionen einer Sound Library mit ethnischen Tönen produziert.

Filmkomponist ist sein Traumberuf – aber auch hier gibt es „Berufskrankheiten“

Nachdem Barsotti mit 33 Jahren den Einstieg in die Filmbranche geschafft hat, ist er mittlerweile in einer Stellung, wo er viele Filmanfragen aus Zeitnot ablehnen muss. Ein erfolgreicher Film war da aber Gott sei Dank noch nicht dabei, verrät er uns. Zeitaufwändig ist der Job wirklich. An der Filmmusik für „Jesus liebt mich“ hat er ganze fünf Monate gearbeitet. Bei manchen Filmen war es sogar noch länger. Barsotti ist trotzdem froh, einen Beruf zu haben, bei dem er nicht an einen festen Arbeitsplatz oder feste Arbeitszeiten gebunden ist. Kleine Nachteile gibt es aber natürlich auch in diesem Beruf. Anfangs hat er zum Beispiel manche Filme im Kino angeschaut, ohne nachher zu wissen, worum es in dem Film überhaupt ging. Er hat sich zu sehr auf die Filmmusik konzentriert. Diese „Berufskrankheit“ hat er aber mittlerweile ablegen können. Die meisten seiner Filme sieht er sich nach einem gewissen Abstand auch in der Freizeit an. Aber nur die Guten, erklärt Barsotti grinsend.

Der Soundtrack zu „Jesus liebt mich“ ist ab dem 7. Dezember im Handel erhältlich. Laut Marcel Barsotti kann man sowohl epische und apokalyptische, als auch komödiale Musik hören.

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