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Ausstellung in der Lothringer 13

Amerika mal Anders

Autor(en): Vroni Silberg am Mittwoch, 6. September 2017
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Quelle: ©M94.5

Kuratoren Lene Harbo Pedersen und Jörg Koopmann

Die Kunsthalle Lothringer 13 zeigt in einer umfangreichen Ausstellung  Werke des amerikanischen Fotografen Mark Steinmetz.

Ständig hören wir neues von Amerika. Politisch und gesellschaftlich wird uns ein extremes Bild nach dem anderen geliefert.

Da ist es aktuell gerade heute wichtig auch einen anderen Blick auf die USA zu werfen. Abseits der politischen und gesellschaftlichen Extreme.

So einen Blick liefert jetzt die neue Werkschau des Fotografen Mark Steinmetz, die Mittwoch Abend in der Lothringer 13 eröffnet wurde.


Der Gang in der Lothringer 13

Mark Steinmetz ist ein Fotograf, der sich in den Staaten bereits einen Namen gemacht hat, hier in Europa aber noch zu den Insider-Tipps zählt.

Kurator Jörg Koopmann hat den Amerikaner zusammen mit Lene Harbo Pedersen und Giulia Zorzi jetzt nach München geholt.

Schwarz-Weiß bricht mit Stereotypen

Seine Schwarz-Weiß Fotografien porträtieren auf eine ehrliche, unaufdringliche Art das tägliche Leben, vor allem in den Südstaaten Amerikas.

Dabei unterteilt er sein Werk geografisch statt thematisch und setzt auf eine intuitive , fast filmisch anmutende Ästhetik.

Obwohl die Bilder Schwarz-Weiß sind, zeigen sie das genaue Gegenteil: Vielfalt und einen gekonnten Blick für Feinheiten.

"Wir hatten das Gefühl, dass die Arbeiten von Steinmetz gerade für uns aktuell sehr interessant und wichtig sind,

um nochmal einen offeneren Blick auf Amerika zu werfen, weil er sich eben komplett herausnimmt aus diesem ganzen

immer Wieder-Kauen von Stereotypen." - Kurator Jörg Koopmann.

Stille Szenen statt lauten Extremen

Steinmetzs Werke wirken wie Szenen aus epischen Filmwerken und sind dabei dennoch weder laut noch extrem.

Sie erzählen auf eine stille, unterschwellige Art die Geschichte individueller Amerikaner.

Jedem Charakter widmet er sich hierfür mit einer sanften, ehrlichen Faszination, die weder verherrlicht noch problematisiert.

Dieser wertfreie Ansatz gelingt nur weil der Künstler selbst konsequent unkommerziell arbeitet. Im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen

arbeitet er nicht zusätzlich für Medienkonzerne und auch im Kunst-Markt selbst schafft er es, sich eine gewisse Autonomie beizubehalten.

So fotografiert er beispielsweise bis heute alle seiner Bilder analog und schwarz-weiß:

Eine überraschend aktuelle und umfangreiche Ausstellung, die durch eine optisch beeindruckende aber sanfte Ästhetik überzeugt. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Die Ausstellung ist noch bis zum Sonntag, den 8. Oktober, jeweils Dienstag bis Sonntag 11 bis 20:00 Uhr in der Kunsthalle Lothringer 13 kostenlos zu sehen.

 

 

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