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Henny Herz im Interview

Soloweltkarriere

Autor(en): Julian Mühlfellner am Dienstag, 12. September 2017
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Quelle: M94.5

Henny Herz

Die Sängerin kommt von ihrer Welttournee zurück und verzaubert uns mit unveröffentlichten Songs und ihrer herzlichen Art.

Du kamst im Juli zurück von einer circa halbjährigen Weltreise – beziehungsweise Welttournee – die dich unter anderem nach Amerika und Australien geführt hat. Ist es nicht ein bisschen ungewöhnlich schon so früh in deiner Solokarriere auf Welttournee zu gehen?

Ja, das ist einfach so passiert. Tatsächlich war an dieser Reise im Vorhinein nichts wirklich krass geplant. Ich wusste schon, dass ich irgendwie meine Gitarre mitnehme und versuche Musik zu machen, aber das hat sich alles erst ergeben. Ich war danach auch selbst überrascht, wie leicht ich in Musikkreise reingekommen bin, oder wie leicht ich einfach in coolen Locations spielen konnte. Aber das konnte ich vorher auch nicht wissen. Die schönste Erfahrungen war immer das erste Mal in einer Stadt zu spielen, wo ich a) noch nie war, und b) von der ich eigentlich immer geträumt habe. Das erste Mal in New York vor Leuten zu spielen war cool.

Auf deiner EP singst du Englisch und Deutsch, manchmal sogar Französisch. Wie entscheidest du, welche Sprache zu welchem Song gehört?

Ich kann dir nicht genau sagen, warum ich mich für eine bestimmte Sprache entscheide, wenn ich ein neues Lied schreibe oder eine Idee für einen Song habe. Oft habe ich ein Gefühl, das ich lieber direkter vermitteln möchte, und auf Deutsch, da das meine Muttersprache ist, kommt das sehr viel direkter und offener raus. Englisch schafft schon noch einmal eine gewisse Distanz.

Deine Songs klingen sehr persönlich. Ist Henny Herz eine Bühnenfigur oder singst du von deiner eigenen Lebenserfahrung?

Der Name kommt gerade daher, dass ich nur meine Person da hineinarbeite – und keine Persona im Sinne von einer Bühnenfigur. Ich stelle mich natürlich auf eine Bühne, und natürlich gehört da auch eine gewisse Art von Entertainment dazu, aber das kommt alles aus einer ganz persönlichen Richtung.

Platte des Monats

Keine Aussicht auf ein Happy End. Auf ihrem zweiten Album setzt sich die 22-jährige Songwriterin aus Memphis offen und direkt mit ihren Depressionen auseinander. Das Ergebnis ist eine nahezu trostlose, aber unheimlich stimmungsvolle Platte, der man sich als Hörer kaum entziehen kann.

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