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Sound of Munich

Julia Viechtl im Interview

Autor(en): Hubert Spangler am Dienstag, 30. Januar 2018
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Quelle: M94.5

Julia Viechtl

Julia Viechtl und die Fachstelle Pop bieten Münchner Bands eine vom Kulturreferat geförderte Anlaufstelle. Sie war bei uns zu Gast.

Etliche Podiumsdiskussionen, die zu keinem oder nur sehr schwammigem Konsens führen. Doch in einem Punkt sind sich die Gemüter einig. Die Münchner Musikszene ist ausbaufähig. Das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner. Die meisten Künstler warten darauf, dass strukturelle Veränderungen von Seiten der Stadtverwaltung kommen – Nicht so Julia Viechtl, die man früher als Bassistin der Band Fertig Los kannte. Julia kümmert sich mit der Fachstelle Pop vom Feierwerk darum, dass das Gras in München etwas grüner blüht.

 

 

Julia, du beschäftigst dich auch auf wissenschaftlicher Ebene mit der jungen Münchener Musikszene: Du hast eine ganze Masterarbeit zu dem Thema verfasst. Sie trägt den Titel „Der Weg zur Music City. Status Quo und Potenziale der regionalen Pop-Musik-Szene“. Was ist eine Music-City und was fehlt München dazu, eine zu werden?

Eine Music-City an sich ist eine Stadt, die sich in allen Bereichen der Stadverwaltung und der Politik darum bemüht, dass die lokale Musikszene floriert. Zum Beispiel indem sie dafür sorgt, dass es viele Live-Bühnen oder dass es Proberäume gibt. Mit dem Thema habe ich mich in meiner Masterarbeit ausgiebig auseinandergesetzt.

 

Um den Wandel zur Music-City zu beschleunigen, wurde die „Fachstelle Pop“ ins Leben gerufen. Erklär mal bitte, was es damit auf sich hat.

Die fachstelle Pop gibt es seit 2009 und sie ist finanziert vom Kulturreferat – also ein schönes Zeichen von der Stadt, dass sie das fördert. Wir sitzen dort zu dritt und sind eine Anlauf- und Beratungsstelle für Musikerinnen und Musiker. Egal worum es geht, bei uns kann man sich melden. Zudem machen wir auch Netzwerkveranstaltungen: Wenn man daran Interesse hat, kann man sich immer melden unter pop@feierwerk.de

 

Die Proberaum-Situation verbessert sich schleppend, aber sie verbessert sich. Hier und da hört man von einer neuen Location, die zur Zwischennutzung freigegeben wird. Spürst du auch, dass sich gerade ein bisschen etwas regt?

Auf jeden Fall. Ich glaube nächstes Jahr fangen die Bauarbeiten zu einem neuen Proberaum-Center in der Nähe vom Feierwerk an. Es ist ein großer Schritt von der Stadt, das Ganze zu finanzieren. Dort wird es zehn Proberäume geben und viele, viele Bands können dort proben, weil diese stundenweise vergeben werden.

 


Platte des Monats

„Einmal alles bitte!“ So ungefähr könnte man sich das Album von Oneohtrix Point Never im Plattenladen des Vertrauens bestellen. Stilbrüche sind das eine, aber einen einzigen Song aus verschiedensten Genres zusammenzustückeln, das andere. Und genau das macht sich Oneohtrix Point Never zu nutze, um Musikliebhaber für sich zu gewinnen oder zu verwirren. Unsere Redaktion ist zwar verwirrt, aber das im ganz positiven Sinn. 

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