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Paul Kowol Im Interview

Grenzenloser Sound

Autor(en): Julian Mühlfellner am Dienstag, 19. September 2017
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Quelle: M94.5

Paul Kowol

Der Sänger erzählt uns von der Entstehung seiner eingängigen deutschen Texte und besingt den (noch nicht ganz) verflossenen deutschen Sommer.

Das letzte Mal, dass wir dich Live hören konnten, war am IsarInselFest. Was hat dir dort besonders gut gefallen?

Die Bühne hat mir gut gefallen. Das Wetter war leider nicht so toll. Ich habe mich total auf das Fest gefreut, aber das war das Wochenende an dem es richtig geschifft hat. Eigentlich durften wir auf der größten Bühne spielen, auf der Kulturbühne, aber es waren dann nur 50 Leute da. Das waren die Hartgesottenen; meine Mutter, meine Schwester und mein Vater sind im Regen gestanden. Zu unserem Auftritt hat es dann aber nicht geregnet, also war es schön.


Der Fokus deiner Musik liegt auf deiner Stimme und deiner Akustikgitarre. Wie würdest du deinen Sound in deinen eigenen Worten beschreiben? Gibt es beispielsweise Künstler, die dich besonders beeinflusst haben?

Meinen Sound kann ich in kurzen Worten gar nicht beschreiben. Aber wer mich sehr beeinflusst hat ist Philipp Poisel. Soundtechnisch, wenn man sich zum Beispiel „Projekt Seerosenteich“ anhört, ist das alles sehr akustisch. Was er jetzt gemacht hat, „Mein Amerika,“ ist unter anderem elektronisch, und er traut sich auch, sich in andere Sounds reinzufühlen. Ich würde sagen, ich setze mir keine Grenzen. Das kann überall hingehen und ganz vielschichtig werden.


Du schreibst oft sehr tiefgründige Lyrics. Woher kam die Inspiration, deutsche Musik mit ernsthaften und tiefgründigen Texten zu machen?

Ich habe erst zwei Jahre lang Songs auf Englisch geschrieben, das hat mir auch sehr gefallen. Aber ich habe dann Sebastian Wehlings kennengelernt, mit dem ich einige meiner Songs zusammen schreibe. Die meisten seiner Texte sind auf deutsch. Ich habe dann selber probiert auf deutsch zu schreiben, und ich merke jetzt, dass es mir viel mehr liegt. Ich bin deutsch und meine Eltern kommen nicht aus einem englischsprachigen Land, und ich fühle es einfach mehr, wenn ich auf deutsch schreibe. Ich kann ganz andere Worte finden, die ich auf englisch vielleicht gar nicht finden könnte. Aber es fühlt sich für mich auch nicht unauthentisch an auf englisch zu schreiben.

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