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Digger Barnes & Pencil Quincy im Interview

Bühnenauftritt oder Roadmovie?

Autor(en): Julian Rathgeber am Mittwoch, 15. März 2017
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Quelle: M94.5

Digger Barnes

Mit einer Magic Machine unterlegen sie ihre Musik mit Kunst. Barnes und Quincy über ihre besondere Bühnenshow, bei der Musik und Ästhetik verschmelzen.

Digger Barnes und Pencil Quincy, das sind ja nicht eure Echten Namen, sondern Kunstfiguren, die ihr euch erschaffen habt. Wie habt ihr diese Alter Egos entwickelt?
Ich behaupte mal, dass jeder, der auf eine Bühne geht, an irgendeinem Punkt den Schalter umlegen muss, ob das jetzt unter einem anderen Namen ist oder nicht. Ich finde es einfacher, wenn man erkennen kann, das eine ist die Bühnenperson, das ist die Privatperson. Man muss da umschalten, niemand will Privatpersonen sehen, die da auf der Bühne stehen und sich in der Nase bohren. Das heißt, da muss eben irgendetwas passieren, und das entsteht in diesem Fall durch die „Mystische Energie“ des Digger Barnes.

Das faszinierende an eurer Show ist ja das Zusammenspiel von Musik und Kunst. Wie ist denn da der Entstehungsprozess von einem Showsegment?
Das ganze hat Ähnlichkeiten mit einem Roadmovie. Der generelle Zustand ist das Umherreisen in der Welt. Man fährt im Auto, guckt aus dem Fenster und macht dann Stationen. Es ist alles eher in Episoden aufgezogen, nicht wie in einem Spielfilm, wo alles von A bis Z herunter erzählt wird. Das sind die Songs und Geschichten, und da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die zusammen zu kriegen. Es geht selten darum, dass wir das bebildern, was man sowieso schon hört, sondern es geht eher darum, verschiedene Ebenen anzulegen. Zum Beispiel eine Fahrt durch eine gewisse Landschaft, die emotional etwas in einem auslöst. Bei einer Nachtfahrt macht man etwas Anderes als bei einer Fahrt durchs Helle, und dann kommt vielleicht eine Geschichte, die das Innenleben dieser Person beschreibt, die jetzt in diesem Auto fährt. Da arbeiten wir Hand in Hand, manchmal ist es so, dass ein Song zuerst da ist, manchmal ist erst eine Bildebene da, und dann guckt man, welcher Song da gut drüber passen würde.

Apropos Entstehungsprozess. Wie seit ihr zwei denn überhaupt erst auf die Idee gekommen, dieses ja doch eher ungewöhnliche Projekt zu starten?
Obwohl wir zwar schon befreundet waren, haben wir zwei künstlerisch unabhängig von einander gearbeitet. Die Maschine gab es schon in einem Prototyp, der dann über die Jahre weiter entwickelt wurde. Ich habe damals schon Songs geschrieben, und es fing so an, dass Pencil mir die Plattencover illustriert hat. Dann haben wir irgendwann gedacht: „Eigentlich wäre es ganz schön, wenn man diese Ästhetik und Welt, die da kreiert wird, irgendwie mit auf die Bühne kriegt.“ Dann haben wir damit angefangen, das ausprobiert, und jetzt ist es schon fast über Zehn Jahre gewachsen, zu einem festen, nicht mehr auseinander lösbaren Projekt.

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