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Weihnachtsgeschenke per Drohne?

Amazon will Postboten durch Drohnen ersetzen. In 30 Minuten sollen Pakete ihren Empfänger erreichen.
Autor(en): Lisa Brandl am Montag, 2. Dezember 2013
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Quelle: © Frank Sonnenberg(Frank Sonnenberg)

Amazon will Postboten durch Drohnen ersetzen. Innerhalb von 30 Minuten nach Bestellung sollen Pakete ihren Empfänger erreichen.

Es ist das klassische Zukunftsbild. Autos fahren von selbst, Roboter erledigen die meisten Arbeiten und Drohnen fliegen ständig über unsere Köpfe hinweg. Ginge es nach dem Versandhaus „Amazon“ würde das bald genau so aussehen. Amazon testet nämlich zur Zeit die unbemannte Mini-Drohne als Postbote. Der „Octocopter“ holt Pakete aus dem Lager ab und fliegt es dem Empfänger direkt vor die Haustür. Dabei vergehen keine 30 Minuten zwischen Bestellung und Empfang. Die Reichweite ist auf 16km begrenzt und die ferngesteuerten Drohnen können maximal 2,5kg tragen. Zugegebenermaßen eine bizarre Vorstellung! Kommen unsere Weihnachtsgeschenke bald über den Luftweg?

Regelungen in der USA wackeln

Ab 2015 sollen diese Drohnen in den USA im Einsatz sein. Sicherlich gäbe es noch rechtliche Hürden, so Amazon Chef Jeff Bezos, aber die Luftfahrtbehörde der USA sei bereits dabei, die Gesetze zum Einsatz von Mini-Drohnen zu „überarbeiten“. Nach den Richtlinien der „FAA“ (Federal Aviation Administration) ist der inländische Gebrauch des unbemannten Fluggeräts bis jetzt nur zum Freizeitvergnügen ohne Antrag erlaubt. Die Drohne darf dabei nur maximal 120 Meter über dem Boden geflogen, nicht kommerziell genutzt und weitab von Städten und Flugzeugen bewegt werden. Für alles was über diesen Nutzen hinausging, muss ein Antrag an die FAA gestellt werden. Allerdings wackeln diese Regelungen. Dieses Jahr im Juni wurde bekannt, dass das FBI Drohnen auch inländisch zur Beobachtung verwendet hat. Der Geheimdienst verwies aber gleichzeitig darauf, dass dies sehr selten erfolgt war und, dass neue Gesetze kommen könnten. Das klingt schon sehr selbstsicher. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass ein Weltkonzern wie „Amazon“ öffentlich bestätigt, dass er Mini-Drohnen verwenden wird, so beschleicht einen das Gefühl, dass hinter geschlossenen Türen schon einige Gesetzeslockerungen verhandelt werden. Dass die „FAA“ die Regelungen nicht mehr so streng nimmt, kann auch im folgenden Werbevideo von Amazon erkannt werden. Dort nimmt es der Weltkonzern nämlich nicht so genau mit der Distanz zur Bevölkerung.



1 Million Drohnen für Premium Kunden

Der neue Service „Prime Air“ wird den Premium Kunden von Amazon vorbehalten sein. Laut einer Morningstar-Studie von cnet umfasst dieser Kundenstamm mehr als 10 Millionen Menschen weltweit. Diese könnten also, wenn es nach dem Willen von Amazon geht, alle ihre Pakete per Mini-Drohne erhalten. Man stelle sich das vor! Dann müsste Amazon,um alle Gebiete abzudecken mindestens 1 Million Drohnen einsetzen. Zum Vergleich: München hat 1,5 Millionen Einwohner. Und dann stellt sich auch noch die Frage nach der Logistik. Wenn jede Mini-Drohne einen Radius von 16 Kilometern hat, dann müsste Amazon sein Versandnetz schon ziemlich ausbauen, oder aber die Reichweite erhöhen (lassen). Ob es dafür auch bald neue Gesetze geben wird bleibt abzuwarten.

„Prime Air“ in Deutschland

Dass der Service in Deutschland verfügbar sein wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. In Deutschland sind die Drohnengesetze weniger flexibel. So ist direkter Blickkontakt zwischen Steuermann und Mini-Drohne zwingend notwendig und jede Art von öffentlichem Einsatz muss angemeldet werden. Dabei reicht auch keine Kamera an Bord. Zumal dies aus Datenschutzgründen schon äußerst bedenklich wäre. Weihnachtsgeschenke last Minute Shopping mit der Drohne als Christkind bleibt also Zukunftsmusik. Zumindest bei uns.

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