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Viel Lärm um Laub

Autor(en): Christian Weiß am Freitag, 22. Oktober 2010
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Jedes Jahr kommen mit dem Herbst auch die Laubbläser. Was dem ein oder anderen einfach nur zu laut ist, stellt jedoch auch ein Gesundheitsrisiko sowie eine Belastung für die Umwelt dar. Die Stadt will die Geräte dennoch weiter nutzen - aus Kostengründen.

Jahr für Jahr kommen mit dem Herbst auch die Laubbläser. Was dem ein oder anderen einfach nur zu laut ist, stellt jedoch auch ein Gesundheitsrisiko sowie eine Belastung für die Umwelt dar. Die Stadt will die Geräte dennoch weiter nutzen - aus Kostengründen.

Wenn man Menschen mit Laubbläsern bei der Arbeit zusieht, drängt sich manchmal unweigerlich der Verdacht auf, dass der einzige Sinn der Geräte der ist, das farbenfrohe Hauptprodukt des Herbstes lautstark vom Gehweg auf die Straße und wieder zurück zu befördern. Wollte man dem entsprechenden Bediener einmal die Meinung geigen, würde man aber wohl kein Gehör finden. Denn einmal in Betrieb genommen, sorgen die Geräte für einen Lärmpegel, der in etwa dem eines Presslufthammers entspricht.

Auf Unterhaltungen muss hier also genauso verzichtet werden wie auf Umweltschutz. Katrin Zettler vom Münchener Referat für Gesundheit und Umwelt kritisiert vor allem die Luftverschmutzung, die durch die Verbrennungsmotoren der Geräte entsteht. "Des weiteren können sie Mikroorganismen aus Hundekot beispielsweise aufwirbeln, das können wiederum Krankheitserreger für Menschen und Tiere sein." Hinzu kommt eine erhöhte Belastung durch in die Luft gepusteten Feinstaub - eine Gefahr insbesondere für Allergiker.

Um die über 2300 Kilometer Straßennetz in München sicher und sauber zu halten, sei es jedoch unabdingbar, die ungeliebten Geräte weiter zu nutzen, hieß es auf Nachfrage aus dem Baureferat München. Im Vergleich zu herkömmlichen Besen lässt sich die Befreiung der Gehwege von Blättern mit den Laubblasegeräten in weniger als der Hälfte der Zeit erledigen. Und Zeit ist schließlich Geld.

Ein Verzicht auf die dröhnenden Umweltteufel scheint daher in absehbarer Zeit eher unwahrscheinlich. Eine umweltfreundlichere Lösung angesichts klammer Kassen in der Kommune wohl auch. Sonst könnte man schließlich etwa auf Laubbläser mit Elektromotor umsteigen, mechanische Besen oder Laubnetze benutzen. Und wenn man dann immer noch Grund haben sollte sich zu beschweren, so würde man zumindest verstanden werden.

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