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Brücke über die Stammstrecke

Hier könnte Ihre Brücke stehen!

Autor(en): Moritz Batscheider , Antonia Engelhardt am Dienstag, 12. Dezember 2017
Quelle: M94.5 / Shutterstock

Stammstrecke

Vom Westend nach Neuhausen zu kommen ist fast so kompliziert wie in der DDR von Ost- nach Westberlin. Bald nicht mehr!

Wir schreiben das Jahr 2009: Der Münchner Stadtrat beschließt ein neues Bauprojekt für den Münchner Westen. Die Idee? Eigentlich sinnvoll: Eine Fußgängerbrücke zwischen Westend und Neuhausen, über die Stammstrecke, mit dem wunderbaren Namen Arnulfsteg. Fußgängerbrücke? Das klingt doch eher unspektakulär! Ursprünglich wurde das Vorhaben auf 8 Millionen Euro veranschlagt und sollte so bald als möglich umgesetzt werden.

Doch was passierte dann?

Lange erst mal nichts. Der Arnulfsteg schien in Vergessenheit geraten zu sein. Erst 2013 machte das Projekt dann wieder auf sich aufmerksam, als sich tatsächlich eine Baufirma für das Vorhaben fand und alles startklar schien. Deshalb beantragte die Stadt eine mehrtägige Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke für Juni 2016, damit an den Brückenpfeilern gearbeitet werden kann. Die S-Bahn ist dann auch stehengeblieben. Aber Bauarbeiten gab es keine… Die Baufirma konnte die Stahl-Beton-Glas-Bauteile nicht fristgerecht liefern. Logische Konsequenz: Baustopp.

Jetzt schon 7 Jahre erfolgreich vergeudet…

Man gibt nicht auf, die CSU sträubt sich anfangs noch. Aus Mangel an Alternativen oder aus humoristischen Gründen stimmten dann doch alle einem neuen Versuch ab 2018 zu. Problem: Die veranschlagten Kosten liegen mittlerweile bei 22-26 Millionen Euro. Hintergrund sind geänderte Marktpreise für Baufirmen, die teilweise begonnenen und wieder abgebrochenen Bau- und Planungsarbeiten und nicht zuletzt der Rechtsstreit mit den gekündigten Firmen. Die hatten der Stadt vorgeworfen, den Auftrag nicht detailliert genug beschrieben zu haben. Dies weist die Stadt zurück - und will Schadensersatz verlangen. Ob das klappt, ist unklar. Zudem müssten wieder Gleise gesperrt werden, was Jahre im voraus beantragt werden muss, wie man im Baureferat mittlerweile weiß. 

Platte des Monats

Hinter unserer Platte der Monate Dezember und Januar steckt eigentlich nur eine Person mit wuscheligen Haaren und Nerdbrille. Nämlich der 22-jährige Jack Hubbel aus Philadelphia. The Hobbyist ist bereits sein neuntes Album mit experimentellem Sound zwischen psychedelischem Pop und Postpunk. Oder wie er selbst sagt: Bedroom Pop.

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