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Artgerechtes München

Es geht um die Wurst

Quelle: M94.5/Schelter

Übergabe der Unterschriften an OB Reiter

60 Kilogramm Fleisch pro Jahr pro Kopf, das sind 1094 Tiere pro Jahr. Dabei sollte gelten: "Lieber weniger, dafür was G'scheits!"

Die Deutschen essen zu viel Fleisch. Laut einer Studie aus dem aktuellen Fleischatlas, der von der Heinrich-Böll Stiftung, dem Bund für Umwelt und Naturschutz und der Monatszeitung „Le Monde Diplomatique“ herausgegeben wurde, isst der Deutsche 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Nur die Amis essen mehr. Durch den gestiegenen Fleischkonsum wird die Tierhaltung industrialisiert und das Fleisch immer billiger. Das heißt, kleinbäuerliche Betriebe haben auf dem Markt fast keine Chance mehr zu überleben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fordert dazu auf, weniger Fleisch zu essen, um die bäuerlichen Betriebe zu fördern. 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche reichen aus, damit würde sich der Gesamtumfang halbieren. Somit könne man auch zu einer artgerechteren Tierhaltung übergehen und Massenbetriebe reduzieren.

Aktionsbündnis „Artgerechtes München“

Auch die Stadt München will sich für eine artgerechtere Tierhaltung von Nutztieren einsetzen. 2015 gründete sich das Aktionsbündnis "Artgerechtes München". Unterstützer sind unter anderem der Bund Naturschutz Bayern e.V. und das Tollwood Festival. Sie setzen sich für einen respektvollen Umgang mit Mensch und Tier, für eine nachhaltige Landwirtschaft und für die Umwelt ein. Das Bündnis will bewirken, dass die Stadt München das Vorhaben unterstützt, indem von der städtischen Kantine bis hin zu öffentlichen Großveranstaltungen und Empfängen nur noch Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren serviert wird.

Am Donnerstag, 14. April, wird im Stadtrat über einen vorliegenden Beschluss abgestimmt, in welchem Umfang die Stadt sich für Produkte aus artgerechter Tierhaltung einsetzen soll. Dem Bündnis "Artgerechtes München" gehen die Forderungen allerdings nicht weit genug, denn in diesem Beschluss sind weder konkrete Ziele noch Verbindlichkeiten festgesetzt. Mit einer Unterschriftenaktion zeigt das Bündnis, dass auch den Münchnern wichtig ist, woher ihr Fleisch kommt.


Kunstinstallation "Alles hat ein Ende...(nur die Wurst hat keins)"  Quelle: M94.5/Schelter

Unterstützung auch von Promis

Für ein "Artgerechtes München" setzen sich nicht nur die Münchner Bürger ein, sondern auch Prominente wie Ottfried Fischer und verschiedene Künstler. Das Künstlerkollektiv NEOZOON hat auf dem Marienplatz eine Kunstinstallation unter dem Motto "Alles hat ein Ende...(Nur die Wurst hat keins)" aufgebaut. Mit der Installation sollen die politischen Vertreter der bayerischen Landeshauptstadt aufgerüttelt werden, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen und Maßnahmen zu ergreifen, Massentierhaltung einzudämmen. Gertraud Gafus, die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), vertritt den Grundsatz "Lieber weniger und dafür was Gscheits." Das ist wichtig, um von der Massenproduktion wegzukommen und die bäuerlichen Betriebe zu unterstützen. Somit haben nicht nur die Bauern eine bessere Überlebenschance, auch die Lebensqualität der Menschen und Tiere wird erhöht.

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