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Brot für Europa

Manche Wahlwerbespots sorgen beim Wähler für Verwirrung
Autor(en): Sebastian Ulrich am Freitag, 9. Mai 2014
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Quelle: Youtube.com (Screenshot)/M94.5

Kurz vor Wahlen brauchen Politiker eine Möglichkeit, die Fernsehzuschauer von ihrer Partei zu überzeugen: Wahlwerbespots. Doch es gibt manche Filme, die den Wähler eher verwirrt zurücklassen.

Am 25. Mai ist es endlich soweit: Europa wählt! Monatelang gingen die Kandidaten auf Stimmenfang.Ca. zwei Wochen vor der Wahl gipfelte der Kampf im Duell Martin Schulz vs. Jean-Claude Juncker. Wenn ihr nach diesem atemberaubendem Schlagabtausch aber immer noch nicht restlos überzeugt seid, könnt ihr euch immer noch an Wahlwerbespots orientieren. Doch Vorsicht! Manchmal führen die kurzen Filme eher in den Wald, als heraus. An den folgenden filmischen Glanzleistungen sind die Parteien ganz alleine schuld.

Die meistens mit Hollywood-artiger Aufmachung inszenierten Kurzfilme sollen auch diejenigen ansprechen, die bei Plasberg, Maischberger und Jauch bereits ihren dringend benötigten Schönheitsschlaf eingeplant haben. Pompöse Musik, schnelle Schnitte und Kameraschwenks erwecken einen Eindruck von Action, als würde der dargestellte Politiker allein Kraft seiner Worte dem Land oder gar Kontinent einen Ruck versetzen. Die CSU hat jemanden, der dieses Stilmittel wie kein Zweiter beherrscht.

Nicht nur brotlose Kunst

Horst Seehofer ist unfehlbar in der Arbeit mit den Medien. Egal ob Interview, Podiumsrede oder selbst satirisch von Anderen dargestellt, er wirkt immer wie der erhabene König von Bayern, der er von der Größe der Opposition her auch faktisch ist. Hier zeigt der Horst mal, wie viel royalen Pathos man in zwei Minuten quetschen kann.

Besonders bewundernswert die Betonung des guten bayerischen, aber auch europäischen Brotes, das Seehofer durch seinen Blick faktisch zum Hauptakteur des Videos macht. Absolut verdient, wie wir finden. Immerhin gibt es in ganz Europa Brot.

Mehr Euter für Ahaus

Die Schwesterpartei CDU kann der bayerischen Partei aber natürlich nicht einfach den Alleinanspruch auf derartiges politisches Spitzenpersonal überlassen. Deshalb rüsteten die Christdemokraten in Ahaus (Niedersachsen) auf und verpflichteten einen behuften Hoffnungsträger.

Ja, da mussten die Ahauser selber lachen. Aber immerhin kann die Union jetzt noch ein Schälchen Milch zu ihrem Brot genießen.

Rot schmeckt gut – mehr aber auch nicht

Nicht nur die Union trägt zum Inhalt des Kühlschranks bei, auch die Sozialdemokraten können keine hilfreichen Wahlwerbespots produzieren. Dafür können sie guten Erdbeer-Brotaufstrich machen.

Wie schön. Die Mutti von der SPD macht was Leckeres für ihre Wähler. Spektakulär! Aber wenigstens fetzt die Musik.

Platzt vor Inhalt: Der Spot der Partei die Partei

Jetzt aber mal was Seriöses. Martin Sonneborn, ehemaliger Chefredakteur des investigativen Hochglanzmagazins TITANIC, hat auch seinen Hut in den Ring geworfen und Die Partei gegründet. Der Wahlwerbespot dazu gewinnt die M94.5-internen Preise für beste Musik, beste Kameraführung und vor allem: Konkretester Inhalt. Herzlichen Glückwunsch dazu!

 

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