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Ammoniakhaltige Düfte führen zu gepuderten Giraffen

Autor(en): Florian Falzeder am Donnerstag, 17. Februar 2011
Was haben die Giraffen und Elefanten des Münchener Zoos mit den Bewohnern des Olympischen Dorfes gemeinsam? Die großgewachsenen Kreaturen müssen während Sanierungsarbeiten des Elefantenhauses ihre Wohnungen verlassen. Immerhin wird für sie tief in die Tasche gegriffen. Da staunten die Angestellten im Tierpark Hellabrunn nicht schlecht, als die Giraffendame Kabonga mit weißgepuderten Haupt im Elefantenhaus stand. Nicht immer kommt alles gute von oben!

Es stellte sich heraus, dass nicht nur Sanierungen an der Außenfassade, sondern auch im Inneren des 100-jährigen Elefantenhauses, vor allem an der Dachkonstruktion, von Nöten sind. Die Ironie der Geschichte: Die Giraffen und Elefanten waren nicht ganz unschuldig, dass sich über ihnen der Putz von der Decke löste. Denn die ammoniakhaltigen Dämpfe ihrer Ausscheidungen griffen den Armierungsstahl an.

Während der Bauzeit benötigen die Elefanten und Giraffen natürlich auch eine Ersatzstelle für sich und ihre Harnflüssigkeiten. Dabei dürfen die Bedürfnisse der hochträchtigen Giraffendame Kabonga und der Elefantenkuh Temi natürlich nicht außer Acht gelassen werden, die zwischen März und April ihre Jungtiere zur Welt bekommen. Damit sich die Tiere auch wohlfühlen können, werden alleine für die Provisorien, die als Unterkunft während der Sanierungen dienen, insgesamt 900.000 Euro auf den Tisch gelegt. Und dabei ist nicht einmal ein Toilette inbegriffen!

Es kommen gewichtige Summen auf den Münchener Tierpark zu. Neben den Provisorien darf man natürlich nicht die eigentlichen Sanierungen des denkmalgeschützten Elefantenhauses außer Acht lassen. Alleine dafür muss mit einer Summe von 3 Millionen Euro gerechnet werden. Das stinkt natürlich den Verantwortlichen. Dagegen fallen die 500.000 Euro für die Giraffenlandschaft fast nicht mehr ins Gewicht. Aber Aufsichtsratsitzende des Tierparks, Christine Strobl, versichert:
„Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Stadt München ihrem Tierpark bei der Sanierung dieses Wahrzeichens finanziell zur Seite steht.“ Aber ob das reicht? Es werden zusätzliche Spenden notwendig sein, um den baldigen Müttern Kabonga und Temi den nötigen Luxus zu bieten.

Kollege Benedigt Dröscher war vor Ort und hat sich selbst einen Eindruck von der Situation im Tierpark gemacht.
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